Wir unterstützen die Weißrusslandhilfe:   
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Weißrusslandhilfe Crailsheim e.V.

Humanitäre Programme für Behinderte und Kinder von Tschernobyl

Aktuelles 2017

13.10.2017 - Verein Weißrusslandhilfe Crailsheim startet heute erneut großen Hilfstransport. Mit an Bord: 360 Lebensmittelpakete

von Wolfgang Rupp  


"Mit vereinten Kräften haben wir es wieder geschafft", freut sich Reinhold Kett. Er ist Vorsitzender des Vereins Weißrusslandhilfe Crailsheim, der sich heute zum wiederholten Mal mit zwei Lastzügen auf den Weg in die 2 000 Kilometer entfernte Stadt Gomel macht. Die Unterstützung mit Sachspenden ist nach wie vor außerordentlich groß. Ob Kleidung oder Schuhe, Geschirr oder Elektroartikel, Spielsachen oder Schulranzen, Fahrräder oder Gehwagen: Im Lager im Alten Postweg werden jeden Freitagnachmittag unzählig viele Artikel abgegeben, die für die Empfänger in Weißrussland von unschätzbarem Wert sind. "Viele Menschen können sich vieles einfach nicht leisten", beschreibt Vorsitzender Kett die Situation vor allem der Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben, die ihre Kinder alleine erziehen, die sich um ihre behinderten oder kranken Angeghörigen kümmern.


Vor einer Woche wurden von den Mitgliedern zwei Lastzüge mit den von der Bevölkerung und von Firmen gespendeten Hilfsgütern beladen - und mit 360 Lebensmittelpaketen. Diese gehen an besonders bedürftige Familien, die sehnsüchtig auf dieses ganz besondere Geschenk warten. Mit Nudeln, Reis, Mehl, Salz Zucker, Gebäck, Honig (der Bezirksimkerverein Crailsheim spendete 210 Gläser, ein Imker weitere 150 Gläser), Hygieneartikel und Waschmittel wird nicht nur Hilfe für das tägliche Leben geleistet. "Diese Pakete sind auch ganz wichtige Zeichen der Solidarität", wie es die Vertreterinnen der Hilfsorganisationen"Weiße Taube über Tschernobyl" und "Zentrum für humanitäre Programme" beschreiben. Diese beiden Gruppen sind seit vielen Jahren vertrauenswürdige und zuverlässige Partner des Vereins Weißrusslandhife Crailsheim und vor Ort zuständig für die Verteilung der Hilfsgüter.


Vorsitzender Reinhold Kett und der für die Vereinskasse zuständige Robert Fischer freuen sich, dass auch dieser Transport (die Teilnehmer kommen für die Übernachtungs- und Verpflegungskosten selbst auf) finanziell gestemmt werden kann. Allein die Lebensmittelpakete haben einen Wert von 11 000 Euro, hinzu kommen Kosten für Diesel und für Formalitäten wie Zollabfertigung. Dank der großen Unterstützung durch Spenden von Einzelpersonen sowie von Unternehmen "können wir erneut so umgfangreich helfen", so Kassier Fischer. Ein spontan veranstaltetes Siedfleischessen vor wenigen Wochen in der Festhalle Haselhof brachte einen Erlös von rund 3 500 Euro. Es wurde nicht nur gut gegessen sondern auch gut gespendet, weshalb die Aktion zu einer festen Einrichtung werden soll.


Bei dem Aufenthalt in der Stadt Gomel werden nicht nur die Hilfsgüter abgeladen, sondern auch Familien und Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen und Krankenhäuser besucht und Gespräche über eine künftige Zusammenarbeit geführt. Nach einem "sehr offenen und in allen Richtungen positiv verlaufenen Gespräch" mit dem neuen Rektor der Eichendorffschule Crailsheim, Oliver Grau, freut sich Vorsitzender Kett, dass jetzt die entscheidenden Weichen für eine Partnerschaft mit der "Schule 41" in Gomel gestellt werden können. Kontakte zwischen dieser Schule und dem Verein Weißrusslandhilfe bestehen schon längere Zeit ebenso wie mit einer großen Schule für Haus-und Landwirtschaft. Das Anliegen beider Seiten sind Praktikas auf Hohenloher Höfen, von denen sich die Schulleiter bei einem Besuch bereits ein umfassendes Bild machen konnte.


Die Annahmestelle für Sachspenden im Alten Postweg in Crailsheim ist freitags von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Letztmals am 27. Oktober. Danach ist Winterpause bis voraussichtlich März.


17.05.2017 - Simon lebt in seiner eigenen Welt

Der Verein „Weißrusslandhilfe“ leistet erneut in großem Umfang Unterstützung - so auch bei Simon, der unter einer rätselhaften Immunschwäche leidet.

Wolfgang Rupp | 17.05.2017

Simon ist schwer krank und lebt in seiner eigenen Welt.
Simon ist schwer krank und lebt in seiner eigenen Welt. Doch seine Mama gibt die Hoffnung auf Besserung nicht auf. Foto: Wolfgang Rupp
Reinhold Kett, Vorsitzender des Vereins Weißrusslandhilfe, im Gespräch mit Deutschlehrerin Valentina von der Dorfschule in Pererost
Reinhold Kett, Vorsitzender des Vereins Weißrusslandhilfe, im Gespräch mit Deutschlehrerin Valentina von der Dorfschule in Pererost. Foto: Rupp
Mit vereinten Kräften
Mit vereinten Kräften wurden vor Ort mehr als 63 Tonnen an Hilfsgütern abgeladen, die der Verein „Weißrusslandhilfe“ nach Gomel gebracht hatte. Foto: Rupp

Die Mama kämpft immer wieder mit den Tränen, der kleine Simon mustert die Besucher mit großen Augen. Die Frau ist sichtbar erschöpft, ratlos, verzweifelt, „weil ich nicht weiß, wie es weitergehen wird“. Das jüngste von drei Kindern hat sich in den ersten zwei Lebensjahren ganz normal entwickelt, erzählt die Frau. Jetzt ist Simon drei, kann kaum sprechen, kann immer nur kleinste Portionen essen und trinken, leidet unter einer rätselhaften Immunschwäche, bricht beim Gehen plötzlich zusammen, weil seine Muskeln versagen.

Die Mutter erzählt von unzähligen Arztbesuchen, die zu keinem Ergebnis geführt haben, von teuren Medikamenten, „die wir uns nicht leisten können“, vom mangelnden Interesse im Krankenhaus. Simon hört ohne jede Reaktion zu. Er versteht die Worte nicht. Der Blick seiner Augen zeigt, dass er in einer anderen Welt lebt. In seiner ganz eigenen Welt, die der Mutter fremd ist.

Ansprechpartner gefunden

In der Organisation „Weiße Taube von Tschernobyl“ hat sie nicht nur einen Ansprechpartner, sondern auch einen wertvollen Unterstützer gefunden, der wiederum eng mit dem Crailsheimer Verein Weißrusslandhilfe zusammenarbeitet. Der gemeinsame Besuch der Familie des schwer kranken Simon sorgt nicht nur für Betroffenheit und Mitgefühl, sondern macht auch deutlich, „wie dringend notwendig Hilfe und damit unsere Arbeit ist“. Vorsitzender Reinhold Kett, sein Stellvertreter Konrad Linke und Kassierer Robert Fischer werden sich intensiv Gedanken machen, wie der Verein dieser Familie helfend zur Seite stehen kann.

Der Besuch des kranken Simon war Teil des jüngsten Hilfstransports, der vom Umfang her zu den größten und bezogen auf die Begegnungen, Gespräche, Eindrücke, Atmosphäre und Gastfreundschaft zu den nachhaltigsten gehört. Ohne die Unterstützung seiner Mitglieder, Spender und Gönner kann die Weißrusslandhilfe notleidenden und am Rande der Gesellschaft lebenden Menschen, Familien mit behinderten Angehörigen, Krankenhäusern, Altenheimen, Schulen und Kindergärten nicht helfen. Ohne das großzügige Entgegenkommen der Unternehmen Linke, Widmann, Schenker, Lindenmeyer, Fahrschule CAS (alle Crailsheim), BFS/Stegmaier (Kirchberg) und Nutzlast (Altdorf bei Nürnberg) wäre es erneut nicht möglich gewesen, vier kostenlose zur Verfügung gestellte Lastzüge und ein Begleitfahrzeug mit Hilfsgütern im Wert von mehr als 150.000 Euro auf die fast 2000 Kilometer lange Strecke Richtung Gomel zu schicken.

Eine lange und anstrengende Fahrt, Wartezeiten an der polnisch-weißrussischen Grenze, unzählige Papiere, Unterschriften und Stempel bei der Zollabfertigung gehören zur Routine eines solchen Hilfstransports. Doch dass der Zoll vor Ort einen Teil der Hilfslieferung auslädt und paketweise überprüft, ist selbst für Routinier Robert Fischer eine neue Erfahrung. Doch auch in diesem Fall zahlen sich Geduld, Freundlichkeit, Verständnis und Respekt aus. Mitarbeiter der Zollbehörde helfen später beim Abladen der 63 Tonnen Hilfsgüter, die von den Organisationen „Weiße Taube über Tschernobyl“ und „Zentrum für humanitäre Programme“ verteilt werden.

Auf Unterstützung angewiesen

Der Verwaltungs- und Verteilungsaufwand hat sich den letzten Jahren deutlich erhöht, „doch unsere Menschen sind auf eure Unterstützung mehr denn je angewiesen“, sagen Victoria und Valentina übereinstimmend. Ob Lebensmittel, Kleidung oder Schuhe, ob Spielsachen, Haushaltsartikel oder Rollstühle, ob Schultische, Küchengeräte oder Nähmaschinen: „Wir können alles brauchen“ unterstreichen die beiden Frauen die Situation.

Über diese vor mehr als 25 Jahren ins Leben gerufene Hilfsaktion wurde ein großes Netzwerk der Solidarität und Freundschaft zwischen Menschen und Einrichtungen auf- und ausgebaut. In der Schule von Übersetzerin Oxana werden die Gäste landestypisch von einer Schülerin in Tracht mit Brot und Salz empfangen und nach einer Führung im Festsaal mit langanhaltendem Beifall begrüßt. Vorführungen von Schülern gehören zum festen Programm. In einer Schule für sehbehinderte Kinder kann sehr zur Freude der Lehrer und Schüler ein Scheck des Busunternehmens Schmieg in Blaufelden überreicht werden, und an der Schule in Klimowka freut man sich über den Beitrag der Schule am Kreßberg in Marktlustenau.

„So viele Männer“ staunt die Leiterin der Dorfschule und des Kindergartens in Pererost, als sie die zehnköpfige Truppe der Weißrusslandhilfe begrüßt. In der gerade mal 69 Kinder zählenden Schule wird ab der dritten Klasse Deutsch als erste Fremdsprache unterrichtet. Und das mit großem Erfolg, wie bei verschiedenen Darbietungen deutlich wurde. Besonders eindrucksvoll ist das mit großer Hingabe gesungene Lied über die Freundschaft, die so groß wie ein Baum, so stark wie ein Bär, so tief wie ein Fluss, so weit wie das Meer und so hell wie ein Stern sein soll. Die Freundschaft mit dieser Schule, deren Einrichtung völlig veraltet ist, hat erst begonnen.

Mit vielen anderen Einrichtungen und Menschen steht sie schon auf festen Beinen. Geprägt sind diese Begegnungen von einer unbeschreiblich großen Gastfreundschaft. Nach jedem Aufenthalt fällt beiden Seiten der Abschied schwer. Doch beide Seiten wissen auch, dass sie sich bald wieder treffen, dass sie ihre von großem Vertrauen geprägte Zusammenarbeit fortsetzen, sich mit Schüleraustausch und anderen Projekten beschäftigen, dass sie gemeinsam Menschen helfen und eine Freundschaft pflegen, die so lang ist wie die Zeit und so frei wie der Wind.

Spenden für die Weißrusslandhilfe

Spenden für den Verein Weißrusslandhilfe können auf folgende Konten einbezahlt werden:

Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim,
IBAN: DE40 6225 0030 0000 2228 88, BIC: SOLADES1SHA;
VR-Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim, IBAN: DE48 6229 0110 0016 6990 09,
BIC: GENODES1SHA.

Die Annahmestelle für Sachspenden im Alten Postweg in Crailsheim ist ab dem 19. Mai wieder jeden Freitag von 15 bis 18 Uhr geöffnet. ru

29.04.2017 - Kinder helfen anderen Kindern

Die Schüler bei der Scheckübergabe
Die Schüler bei der Scheckübergabe mit Techniklehrer André Beilke (vorne links), Schulleiterin Tilla Klingler (zweite Reihe rechts) und den Vertretern der Weißrusslandhilfe Reinhold Kett, Robert Fischer und Dieter Jörg (hintere Reihe von links). Foto: Privatfoto

Der Spendenbetrag hatte weniger einen finanziellen Wert als vielmehr einen symbolischen, denn damit solidarisieren sich Kinder der Schule am Kreßberg in Marktlustenau mit Kindern der Schule Klimowka in Weißrussland. Das Geld stammt aus dem Verkauf von Nistkästen bei der Gewerbeausstellung „Kreßberger Frühling“. Der örtliche Jagdpächter Johannes Wopfner gehört nicht nur zu den Käufern, er wird die von ihm erworbenen Kästen auch zusammen mit den Schülern in seinem Revier südwestlich von Mariäkappel aufhängen.

Die Vogelhäuser waren im Technikunterricht der Klassen 8 und 9 unter Anleitung von Techniklehrer André Beilke entstanden und zwar in den Werkräumen, in denen im Sommer 2014 deutsche und weißrussische Schüler gemeinsam ihr handwerkliches Geschick unter Beweis stellten. Miteinander wurde gesägt, gefräst, gehobelt, genagelt und geschraubt, bis eine ganze Reihe von Insektenhotels fertiggestellt war. Kein Wunder, dass bei der Nistkästenaktion viele Erinnerungen an den gemeinsamen Werkstattunterricht wach wurden. Die Kinder aus Weißrussland waren 2014 eine Woche lang Gastschüler an der Kreßberger Schule.

Die Spende wird an die Schule in Klimowka übergeben, „mit der wir auch weiterhin Verbindung halten wollen“, so die Kreßberger Schulleiterin Tilla Klingler bei der Scheckübergabe an den Verein Weißrusslandhilfe Crailsheim. Dieser war durch die Vorstandsmitglieder Reinhold Kett, Robert Fischer und Dieter Jörg vertreten.

Der nächste Hilfstransport des Vereins startete gestern mit vier Lastzügen, die mit Waren im Wert von einigen Hunderttausend Euro beladen sind, angefangen von der ehemals im Crailsheimer Krankenhaus genutzten Großküche und medizinischem Zubehör, über Schulmöbel, Fahrräder, Kleidung und Schuhen bis hin zu Spielsachen und Lebensmittelpaketen. Die Verteilung erfolgt über die weißrussischen Partnerorganisationen „Weiße Taube über Tschernobyl“ und „Zentrum für humanitäre Programme“ an notleidende, alte, alleinstehende und alleinerziehende Menschen, an Familien mit behinderten Angehörigen, an Krankenhäuser, Altenheime, Schulen und Kindergärten.

19.04.2017 - Das Warten hat bald ein Ende

Weißrusslandhilfe bereitet den nächsten Hilfstransport am 28. April vor. Die Annahmestelle für Spenden im Alten Postweg in Crailsheim öffnet Mitte Mai.

Wolfgang Rupp | 19.04.2017

Die Vorbereitungen für den Hilfstransport
Die Vorbereitungen für den Hilfstransport der Weißrusslandhilfe laufen auf Hochtouren. Aus diesem Grund ist auch das Lager im Alten Postweg vorläufig geschlossen. Foto: Robert Fischer
Der Inhalt der Pakete hilft vielen Familien wieder einige Monate über die Runden. Foto: Robert Fischer
Der Inhalt der Pakete hilft vielen Familien wieder einige Monate über die Runden. Foto: Robert Fischer

Viele Menschen und Einrichtungen in der weißrussischen Stadt Gomel und in den Dörfern warten auf die Hilfe aus Crailsheim und freuen sich, „dass wir euch bald wieder begrüßen dürfen“, wie eine Verantwortliche schreibt.

Der Verein Weißrusslandhilfe und die Organisationen „Weiße Taube über Tschernobyl“ und „Zentrum für humanitäre Programme“ pflegen seit vielen Jahren eine vertrauensvolle, feste und zuverlässige Partnerschaft, die vor allem den Menschen zugutekommt, die in unvorstellbaren Verhältnissen leben, ohne Hoffnung und Zukunft, deren Einkommen kaum zum Überleben reicht, die an den Rand der Gesellschaft abgedrängt sind, die ihre Kinder alleine erziehen müssen, die behinderte Angehörige pflegen.

Hilfe in großem Umfang

Vor mehr als 25 Jahren hat sich der erste Hilfstransport von Crailsheim Richtung Weißrussland in Bewegung gesetzt, „und wir werden helfen, solange es notwendig und uns möglich ist“, erklärt Vorsitzender Reinhold Kett. Die Notwendigkeit dieser humanitären Unterstützung wird bei jedem Aufenthalt, bei Besuchen von Familien, bei der Besichtigung von Krankenhäusern, Kindergärten, Schulen und Altenheimen sowie bei vielen Gesprächen deutlich. Und dank der großen und großartigen Unterstützung kann bis heute in großem Umfang geholfen werden.

360 Lebensmittelpakete

Die Vorbereitung eines solchen Hilfstransportes bedeutet für den kleinen Verein mit gerade mal 100 Mitgliedern eine große logistische und personelle Herausforderung. Vor wenigen Tagen wurden 360 Lebensmittelpakete unter anderem mit Nudeln, Marmelade, Tee, Kaffee, Schokolade sowie Hygiene- und Reinigungsartikel verpackt, die an ausgesuchte Familien verteilt werden. Der Warenwert beziffert sich auf rund 15.000 Euro.

Doch das war eine kleine und überschaubare Aktion im Vergleich zu dem, was jetzt noch folgen wird: In den nächsten Tagen müssen vier Lastzüge beladen werden, muss sortiert und gereinigt, muss aus- und eingepackt, muss gezählt und aufgelistet, muss gestapelt und gestopft, müssen Listen angefertigt, Formulare ausgefüllt, Nachweise erbracht und Erklärungen ausgefüllt werden.
Knochenarbeit ist angesagt

Für die Mitglieder und Unterstützer des Vereins ist Knochenarbeit angesagt: Verladen werden nicht nur viele Hundert Pakete mit ¬gespendeter Kleidung, mit Schuhen und Spielsachen, sondern auch Geschirr, Rollstühle, Gehwagen, Schultische und -stühle, Krankenhausbetten mit Zubehör sowie die einst im Crailsheimer Krankenhaus genutzte Gro߬küche.

Ab Freitag wird verladen

Die umfangreiche Vorbereitung dieses Hilfstransportes – er startet am 28. April – ist auch der Grund dafür, dass die Annahmestelle für Spenden im Alten Postweg erst wieder ab 19. Mai jeweils freitags von 15 bis 18 Uhr geöffnet ist. Wer den Verein in dieser Pause unterstützen möchte: Verladen wird an diesem Freitag, 21. April, ab 13.30 Uhr und am Samstag, 22. April, ab 8.30 Uhr.

22.03.2017 - Der Mensch steht im Vordergrund

Bei Hauptversammlung wurde Rück- und Ausblick gehalten

Die Weißrusslandhilfe schließt ein arbeitsreiches und erfolgreiches Jahr ab. Ende April macht sich der nächste Hilfstransport auf den Weg nach Gomel.

Wolfgang Rupp | 22.03.2017

Die Feier zum 25. Jubiläum bildete den Höhepunkt im Vereinsjahr 2016
Die Feier zum 25. Jubiläum bildete den Höhepunkt im Vereinsjahr 2016 der Weißrusslandhilfe. Umrahmt wurde die Feier im HT-Forum von der Folkloregruppe Ramonski. Foto: Joachim Mayershofer

Kaum hat man tief durchgeatmet, ist das Jahr auch schon wieder vorüber. Erinnerungen verblassen, und man konzentriert sich auf das Kommende.“ So beschreibt Reinhold Kett unsere schnelllebige Zeit, „in der der Mensch immer weniger er selbst sein kann, in der es fast keine Pause, kein Innehalten, keine Rückbesinnung mehr auf das Wesentliche gibt.“ Der Vorsitzende des Crailsheimer Vereins Weißrusslandhilfe macht im Jahresbericht 2016 deutlich, dass der unaufhörliche Druck, das ständige Streben nach mehr, nach Erfolg und Wohlstand „Egoismus und Rücksichtslosigkeit fördert, Zufriedenheit, Dankbarkeit, Nächstenliebe und Menschlichkeit verdrängt“.

Hilfe für bittere Not

Doch dieser Entwicklung wirkt der Verein Weißrusslandhilfe entgegen. Er hilft Menschen, die teils bittere Not leiden, die am Rande der Gesellschaft leben, die ihre Kinder alleine erziehen, die sich aufopferungsvoll um ihre behinderten Angehörigen kümmern. Die Hilfe geht zudem an Krankenhäuser, Kindergärten, Schulen und Altenheime und somit wieder an Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind.

Der Verein hat sich einer humanitären Aufgabe gestellt, die er dank des großartigen Einsatzes seiner Mitglieder, dank der breiten Unterstützung durch Spenden aus der Bevölkerung, Wirtschaft und verschiedenen Einrichtungen auch 25 Jahre nach seiner Gründung erfüllen kann.
Dies war den bei der Hauptversammlung im Landgasthof Neuhaus vorgetragenen Berichten zu entnehmen. Vorstandsmitglied Robert Fischer ließ das abgelaufene Jahr in einem interessanten und eindrucksvollen Vortrag Revue passieren. Den Auftakt dieses bewegten Jahres bildete die Jubiläumsfeier zum 25-jährigen Bestehen des Vereins im Forum des Hohenloher Tagblatts. Dort war die Hilfsaktion einst mit einem Spendenaufruf gegründet und dann in enger Zusammenarbeit mit dem Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes auf- und ausgebaut worden. Inzwischen sind unzählige Hilfstransporte in die weißrussische Stadt Gomel und Umgebung durchgeführt worden und damit in ein Gebiet, das nach der Katastrophe von Tschernobyl zu den am höchsten verstrahlten gehörte.
Auch im abgelaufenen Jahr machten sich Mitglieder des Vereins bei zwei Transporten mit fünf Lastzügen und 75 Tonnen Hilfsgütern im Wert von rund 80.000 Euro auf den Weg ins fast 2000 Kilometer entfernte Gomel. Beladen waren die von veschiedenen Firmen kostenlos zur Verfügung gestellten Fahrzeuge mit mehr als 700 Lebensmittelpaketen, Kleidung und Schuhen, Haushalts- und Hygieneartikeln, Rollstühlen und Gehwagen.

Es sind viele Spenden, fleißige Helfer, große Erfahrung, perfekte Organisation, gute Nerven und Durchhaltevermögen nötig, um einen solchen Hilfstransport vorzubereiten und erfolgreich durchzuführen. Herzstück der Arbeit ist das vom Verein betriebene und vom Autohaus Linke zur Verfügung gestellte Lager im Alten Postweg, in dem jeden Freitag Sachspenden angenommen und alle Hilfsgüter sortiert und gelagert werden. Schriftführer Dieter Jörg hat eine Liste aller Aktivitäten aufgestellt, die den großen Einsatz der Vereinsmitglieder und gleichzeitig die große Unterstützung unterstreichen. In der Schenkensee-Schule in Hall wurden Schulmöbel und im Diakonie-Kranenhaus Betten abgeholt, im Klinikum Crailsheim eine komplette Großküche abgebaut und verladen, im Lager Lebensmittelpakete bestückt, in Rot am See und Eckartshausen Stühle verladen. Zwischen diesen Aktionen sowie der arbeitsintensiven Vorbereitung der Hilfstransporte und der Beladung der Lastzüge gab es Besprechungen, Sitzungen und Vorträge, beteiligte sich der Verein an Weihnachtsmärkten und anderen Veranstaltungen.

Nächster Transport Ende April

Und schon laufen die Vorbereitungen für den nächsten Hilfs¬transport Ende April. Dieses Mal sollen vier Lastzüge beladen werden, was eine logistische, aber auch eine personelle und finanzielle Herausforderung ist. Auch wenn der für die Kasse zuständige Robert Fischer eine ausgeglichene Bilanz vorlegen konnte, auch wenn sich die Fahrer an den Kosten des Hilfstransports beteiligen, auch wenn die Fahrzeuge kostenlos zur Verfügung gestellt werden: Trotzdem wird die Kasse des Vereins belastet. „Wir sind also nach wie vor auf eine breite Unterstützung angewiesen“, so Kassierer Robert Fischer.

Info Spenden können auf die Konten bei der Sparkasse Hall-Crailsheim (DE40 6225 0030 0000 2228 88) und VR Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim (DE48 6229 0110 0016 6990 09) überwiesen werden.

02.03.2017 - Hilfe für sehbehinderte Kinder

Weißrusslandhilfe:  Omnibus-Unternehmen Schmieg aus Blaufelden hat 1100 Euro gespendet. Im April startet zweite Bürgerreise in die Region Minsk.

Bei der Scheckübergabe in Blaufelden
Bei der Scheckübergabe in Blaufelden (von links): Dieter Jörg (Schriftführer) und Reinhold Kett (Vorsitzender der Weißrusslandhilfe), Martina, Hanna, Max, Manfred und Paul Schmieg, Robert Fischer (Kassierer des Vereins). Foto: Wolfgang Rupp

Schon seit vielen Jahren unterstützt das Omnibusunternehmen Schmieg in Blaufelden den Crailsheimer Verein Weißrusslandhilfe. Jetzt übergab die Familie der Vorstandschaft einen Scheck im Wert von 1100 Euro.

Ob bei der Annahme von Kleiderspenden oder der tatkräftigen Mitarbeit in der Kleiderkammer der Weißrusslandhilfe im Alten Postweg (sie ist ab 3. März wieder geöffnet), ob bei den zweimal jährlich stattfindenden Hilfstransporten in die weißrussische Stadt Gomel (der nächste ist für Mai geplant) oder bei der Beförderung und Betreuung von Chormitgliedern und Ferienkindern: Die Familie Schmieg mit Martina und Manfred sowie den Kindern Max, Paul und Hanna ist immer dabei. „Wir sind für diese große und nachhaltige Unterstützung außerordentlich dankbar“ sagte Reinhold Kett bei der Übergabe eines Schecks im Wert von 1100 Euro.

Mit diesem Geld wird zusammen mit weißrussischen Organisationen und staatlichen Stellen eine Einrichtung für sehbehinderte Kinder unterstützt. Die Verantwortlichen der Weißrusslandhilfe haben sich bei den letzten Aufenthalten ein Bild von diesem Haus gemacht und „den dringendenden Bedarf einer Unterstützung gesehen“, so Kassierer Robert Fischer. Das Omnibusunternehmen Schmieg hat für jeden Teilnehmer seiner im letzten Jahr durchgeführten Busreisen einen Euro gespendet, „und selbstverständlich werden wir den Verein auch künftig unterstützen“, versprach Martina Schmieg, die auch im Aussschuss des Vereins tätig wird.
So führt das Unternehmen zusammen mit dem Verein zum zweiten Mal eine Bürgerreise nach Weißrussland durch. Sie findet vom 8. bis 14. April statt und geht zunächst in die weißrussische Hauptstadt Minsk und Umgebung. Unabhängigkeitsplatz und Altstadt, Dreifaltigkeitsviertel und Janka-Kupla-Park, Gedenkstätte in Khatyn, Bunker und Museum, Ganka-Farm mit Volksmusik sind nur einige der vielen Stationen.

Auf der Weiterfahrt werden ein Kloster sowie eine Ikonen- und Mosaikwerkstatt besucht. In Gomel stehen neben einer Stadtbesichtigung Begegnungen und Gespräche mit Vertretern der Partnerorganisationen der Weißrusslandhilfe, mit Familien sowie Schülern und Lehrern im Mittelpunkt. Die Reiseteilnehmer werden auf diesem Weg nicht nur einen umfassenden Einblick in die Geschichte, die Kultur und das Leben in Weißrussland bekommen, sondern vor allem auch erfahren, „wie dringend notwendig eine Unterstützung von Menschen und Einrichtungen nach wie vor ist“, unterstreicht Vorsitzender Reinhold Kett.

Info Eine Informationsveranstaltung zur Bürgerreise nach Weißrussland beginnt heute um 19.30 Uhr im Landgasthof Neuhaus in Kreßberg-Neuhaus.