Aktuelles 2025
Weißrusslandhilfe Crailsheim bringt Hilfsgüter nach Moldawien
Seit 3 Jahren unterstützt der Verein Weißrusslandhilfe Crailsheim auch Organisationen in weiteren Ländern in Osteuropa. In Rumänien, der Ukraine und in Moldawien sind die bedürftigen Empfänger zu Hause.
Der erste Transport in diesem Jahr führte mit einer LKW-Ladung in den Norden Moldawiens. Das östliche Nachbarland von Rumänien entstand in seinen heutigen Grenzen erst im Jahr 1940.
Dank der Vereinbarungen im Abkommen von Schengen, gibt es seit Januar 2025 bis zur rumänischen Ostgrenze keine Grenzkontrollen mehr. Die Einreise nach Moldawien mit humanitären Hilfsgütern ist bei einer vorhandenen vorher beantragten Erlaubnis sehr einfach. Insgesamt dauerte der Grenzübertritt nur 3 Stunden, wovon die Hälfte der Zeit auf das Konto eines unmotivierten rumänischen Zollbeamten ging.
Aufgrund der Straßenverhältnisse benötigt man für die rund 100 Kilometer bis zur Zollstelle in Briceni knapp 2 ½ Stunden. Nach der endgültigen Freigabe war das Abladen schnell erledigt.
In einem ehemaligen Gemeindezentrum in dem Dorf Gordinesti war genügend Platz um die rund 1.000 Pakete mit Kleidung, Schuhen, Haushaltswaren und Spielwaren abzuladen. Fahrräder, Matratzen, Kinderwagen, Schulranzen und einige Pflegehilfsmittel fanden ebenfalls Platz in dem geräumigen Lager.
Wie bei allen Transporten informieren sich die Teilnehmer über die persönlichen Verhältnisse der Hilfeempfänger.
Samuel lebt mit seinen sieben Geschwistern und den Eltern auf einem kleinen Bauernhof in einem einfachen und nur halbfertigen kleinen Haus. Er geht in die dritte Klasse. Sein Fuß ist am Oberschenkel angewachsen. Der Unterschenkel fehlt. Die Prothese macht ihm Schmerzen. Dennoch ist Samuel ein aufgeweckter und sehr sportlicher Junge. Er führt vor, wie er an einem Seil mühelos auf einen Baum klettert. Über den Schulranzen, welchen er von der LKW-Ladung erhält, freut er sich riesig.
Ganz spontan ist der Besuch in einem Wohnheim für pflegebedürftige und ältere Menschen. Obwohl dieser nicht angekündigt war, ist alles sehr sauber und aufgeräumt. Der Grund dafür war wohl, dass einige Tage später eine Kontrolle der zuständigen Behörde stattfinden sollte. 231 Menschen haben dort eine Bleibe.
Auch sie werden einen Teil der Hilfsgüter erhalten.
Die Rückreise erfolgte auf gleichem Wege und ohne nennenswerte Ereignisse.
Teilnehmer waren Iryna Nagy, Bernhard Feuchter, Manfred Schmieg und Robert Fischer. Die Dokumente besorgte Vasile Alistar aus Wien.
Die Zugmaschine stellte die Spedition Kirche, Kupferzell; den Sattelauflieger die Firma Hanselmann aus Crailsheim und das Begleitfahrzeug die Firma Schmieg aus Blaufelden. Den Diesel spendete die Firma Bausch & Ströbel aus Ilshofen.
